Confidence on Tour
Freitag, 10. Juli 2020
Von Aarburg nach Fur = 42,8 sm * Gesamt = 433,1 sm
Nach einer ruhigen Nacht stehen wir zeitig auf und frühstücken im sonnigen Cockpit. Heute soll es noch relativ ruhig bleiben, morgen dafür aber stark wehen. Um 9:30 Uhr verlassen wir Aalborg. Wind W 2-3 Beaufort. Wieder kommt der Wind genau von vorn, also Maschine an und "make West". Um 11:10 Uhr haben wir Gjöl querab. Weiter geht es durch gut betonnte aber enge Fahrwasser bis zur Brücke von Aggersund, die wir um 14:04 Uhr fast ohne Wartezeit passieren.


Durch enge Fahrwasser geht es weiter an Lögstör vorbei, bis wir um 15:15 Uhr ein freies Seestück erreichen. Der Wind hat zugelegt und weht mit bis zu 22 Knoten (6 Beaufort). Wir können hier die Segel setzen und mit Südkurs den Kurs auf Fur absetzen.


Um 17:30 Uhr sind wir bei sehr böigem Wind fest im Hafen von Fur. Wir finden einen schönen Liegeplatz im älteren Teil des Hafens. Es gibt hier noch viele freie Plätze. Mit uns ist noch eine weitere deutsche Yacht im Hafen, sonst nur Dänen. Wir nehmen Strom und bunkern Wasser (was schon fast aus war).


Beim Landfall nach Bezahlen des Hafengeldes kehren wir in das Hafenrestaursnt ein uns bestellen und einen "Fur-Burger" und trinken dazu ein "Fur-Bier", welches als Hancock-Bier verkauft wird. Danach geht es an Bord zurück. Wir bauen unsere Kuchenbude auf und üben Gemütlichkeit.

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Donnerstag, 9. Juli 2020
Von Hals nach Aalborg = 17,5 sm * Gesamt = 390,3 sm
Heute morgen 7 Uhr: Es scheppert, das Boot wackelt, Tina fällt aus der Koje, baut den Rumms aber in ihre Träume ein und schläft weiter. 20 Minuten später höre ich ein ständiges Klopfen bei uns am Schiff und jemand ruft "hallo hallo hallo". Und es klopft. Tina springt aus der Koje, ich auch. Eine Frau ist bei uns an Bord und ist ganz aufgeregt. Wir vermuten, dass wir auf ihrem Liegeplatz liegen und jetzt weg müssen. Dem ist aber nicht so. Die Frau berichtet auf Englisch, dass Sie unser Gummiboot gecrascht hat. Sie wirkt ganz schuldbewusst und versucht, irgendeine Regelung zu finden, womit sie ihre Schuld begleichen kann.


Derweil kurvt ihr Partner mit dem "Täterboot" durch den Hafen. Völlig unausgeschlafen und mit wirren Haaren schauen wir uns an, wir sehen aus, wie aus einem bösen Traum erwacht, die Haare stehen zu Berge und wir sind beide im Nachthemd.


Langsam blicken wir durch, was passiert war, und die Frau bezahlt uns ein neues Gummiboot. Sehr korrekt, sehr nett, und für uns ist die Sache damit in Ordnung. Bei der Entsorgung unseres kaputten Gummibootes hat der Hafenmeister wertvolle Hilfe geleistet und das Boot abtransportiert.


Kurz nach 10 Uhr kommen wir endlich los. Der Wind ist moderat, bläst uns aber genau auf die Nase, so dass wir die Maschine nehmen müssen, um in den Limfjord ein zu laufen. Die Fahrt erinnert uns sehr an das Segeln in der Schlei, grüne Ufer, kleine hübsche Häuschen säumen unsere Reise. In Aalborg gibt es zwei Klappbrücken kurz hintereinander, die wir als Segler passieren müssen. Ein entgegenkommender dänischer Segler weist uns auf einen Delfin hin, der kurz darauf genau unter unserem Boot abtaucht. In der Tat ein Delfin, kein Schweinswal, wir sehen ihn mehrfach, wie er springt und aus dem Wasser kommt, aber wir können ihn nicht mit der Kamera einfangen.


Das hat die dänische Presse aber für uns erledigt, wo die Delfine im Limfjord als Sensation beschrieben werden. Die Brücke soll um 14 Uhr öffnen, wie wir lesen können. So müssen wir noch über eine halbe Stunde unsere Kreise drehen.


Plötzlich entdeckt Tina einen Seehund, der neugierig seinen Kopf aus dem Wasser reckt. Pünktlich um 14 Uhr öffnet die Brücke und wir rauschen mit mehreren Booten hindurch. Unser Zielhafen ist der Vestre Bådehavn von Aalborg, der kurz nach der Brücke schon in Sicht ist.


Um 14:10 Uhr sind wir fest im Hafen der örtlichen Werft und liegen im Päckchen neben einer anderen Bavaria Yacht aus Dänemark. Wir erkundigen uns nach einem Bootsshop, wo wir eventuell ein neues Beiboot kaufen können. Dort angekommen werden wir fündig und nach kurzer Überlegung kaufen wir ein neues Beiboot witzigerweise genau zu dem Preis, den uns die Norwegerin heute morgen gezahlt hat.


Es ist etwas kleiner als unser altes Beiboot, wir müssen sehen ob es uns passt. Wenn nicht, kommt es bei eBay unter den Hammer 😋.


Wir lassen das Boot erst einmal in der Originalverpackung, die wir dann vor dem Mast befestigen. Am ersten Ankerplatz wird es dann zusammengebaut.


Immer noch etwas geschockt nehmen wir eine kleine Mahlzeit zu uns und erkunden die Umgebung des Hafens. Ürigens, es ist wieder Sommer! Abends wird gelesen und geraten (Kreuzworträtsel). 🙄

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Mittwoch, 8. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Etwas entgegen den Vorhersagen bläst der Wind immer noch mit Stärke 6 Beaufort. Da fackeln wir nicht lange, sondern beschließen, noch einen Tag in Hals zu verbringen. Nach dem ausgiebigen Frühstück ist erst einmal Lesezeit und Gemütlichkeit angesagt.


Nachmittags erkunden wir den Ort Hals genauer. Wir sind erstaunt, wie gepflegt und ordentlich alles aussieht.


Hier hat man als Eingangspforte die Kiefernknochen eines 30 m langen Blauwals missbraucht. Dieser Wal wog 90 Tonnen.


Die sehr schöne Kirche von Hals.


Bei der Kirche entdecken wir den Friedhof, der eher Ähnlichkeit mit einem Park als mit einer Totenstatt hat. Sehr gepflegte Gräber, sehr gepflegtes Umfeld.


Auch die Einkaufsmöglichkeiten hier sind größer, als wir bisher gedacht hatten. Neben dem uns bekannten Supermarkt Meny gibt es einen Fakta-Supermarkt und sogar einen Aldi. Schwer bepackt mit den Schätzen des Aldi machen wir uns zurück an Bord. Jetzt gibt es erst einmal Abendbrot, und dann bereiten wir uns auf den morgigen Tag vor, klaren das Schiff und uns auf. 🤗

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Dienstag, 7. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Heute Morgen strahlt mich ein herrlich blauer Himmel an. Der Wind ist runter auf 23 Knoten (6 Beaufort) und regnen tut es auch nicht. Nach den Kaffeekochen setze ich mich ins Cockpit und beobachtete die Auslauf-Manöver verschiedener Yachten, die trotz des unsicheren Wetters aufbrechen wollen.


Im Westen zieht eine schwarze Wand auf, die sich schnell dem Hafen nähert. Ein leichter Regen setzt ein und der Wind nimmt etwas zu. Einige Yachten kommen, viele gehen.


Nach einer kleinen Mittagsmahlzeit brechen wir zum Landgang auf, wir müssen uns unbedingt mehr bewegen! Hafentage verderben den Charakter (alter Seefahrerspruch).


Wir laufen durch den Hafen und gelangen zu den Eisbrechern ...


... und den an Land stehenden seltsamen "Lustschiffen" (mit Bug- und Heckstrahlruder), die hier kunstvoll an Land aufgestellt wurden.


Danach wenden wir unsere Schritte der Wallanlage von Hals zu, die auch ein kleines Museum enthält. Diese Festung oder Schanze, Hals Skanse, wurde nach königlichem Befehl im Jahre 1653-1654 erbaut und ist seitdem ein Schauplatz für etliche Schlachten, Gefechte und Kriege gewesen.


Die Schanze wurde als Militäranlage erst 1848 stillgelegt und wurde danach für verschiedene Zwecke genutzt.


Auf der Nordseite der wohlbewahrten Wallanlage liegt die Pulverkammer und in der Rüstkammer von 1812 liegt das Hals Museum.


Im Museum ist auch eine interessante Ausstellung über das karge Leben der Fischer von Hals zu bestaunen. Nach soviel Bildung sind wir dann zum Abendbrot für eine Pizza in das uns von gestern bekannte Restaurant eingekehrt. Zurück an Bord haben wir uns körperlich erfrischt und sehen nun einem ruhigen Tagesabschluss entgegen. Morgen planen wir, weiter zu segeln. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

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Montag, 6. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Der heutige Tag fängt so an, wie der gestrige aufgehört hat: Sturm und Regen, für heute vorhergesagt sind 10 Windstärken, das kann ja heiter werden. Da hilft es nur, sich gemütlich einzurichten, ein gutes Frühstück und ein gutes Buch zu haben und sich die Laune nicht verderben lassen. Das üben wir jetzt. Und es gelingt uns ganz gut. Eine traurige Angelegenheit ist dann das Formulieren und Entwerfen einer Todesanzeige für unseren Freund Klausi. Es gelingt ganz gut, wie wir finden, und wir beauftragen gleich eine Veröffentlichung in unserer Heimatzeitung, den Kieler Nachrichten.

Wir leben immer noch wie die Bären im Winterschlaf unter Deck in unserem Salon und Lesen und nehmen eine kleine Mittagsmahlzeit zu uns.


Schlagseite im Hafen nur durch den Druck aufs Rigg. Der Wind bläst nämlich weiter mit 40 Knoten, ab und an gesellt sich etwas Regen hinzu. Unsere Bord-Meteorologin Tina beobachtet akribisch das Wettergeschehen. Sie prophezeit für Mittwoch eine Möglichkeit, aus Hals abzureisen. Nun machen wir einen Landgang. Zunächst geht es in den Segel-Klamotten-Laden, wo mir Tina ein paar neue Bordschuhe schenkt. Danach ist der Supermarkt "Meny" dran, wo wir noch ein wenig unsere Vorräte aufstocken. Inzwischen hat der Wind den Himmel teilweise freigeblasen, so dass jetzt wenigstens die Sonne scheint.


Jetzt geht es zum Italiener, wo wir unter freiem Himmel, aber glasscheibenumrahmt, ein leckeres Gericht genießen.


Zurück an Bord beschäftigen wir uns mit unseren Kommunikationsmedien. Der Wind hat leider immer noch nicht nachgelassen, er brettert weiter mit 35 bis 41 Knoten (Windstärke 9 Beaufort) durch den Hafen.

...
Das ist unsere momentane Situation, links die dänische App "Sejlsikkert", rechts "Windy".

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Sonntag, 5. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Heute morgen pfeift der Wind wieder durchs Rigg und es regnet dazu kräftig. Der Wind bläst genau in die Hafeneinfahrt, kommt also genau aus Süd, so dass es ziemlich schaukelt. Im Hafen ist schon viel Betrieb, weil einige Yachten, die außen an der Kaimauer lagern sich nun in den Hafen verholen mussten.


Hier an Bord werden wir langsam lebendig und bereiten uns ein schönes Frühstück unter Deck mit gemütlicher Zusatzwärme. Die Schiffe im Hafen tanzen, sieht aus wie Tango 🤪


Der Wind nimmt langsam zu, jetzt 7 bis 8 Beaufort, aber er hat seine Richtung von Süd auf Südwest geändert, so dass es weniger schaukelt und die Wellen weniger gegen unser Heck schlagen.


Trotz dieser extremen Wetterbedingungen laufen immer noch einige Yachten von See kommend in den Hafen ein. Schwierige Anlegemanöver, aber interessantes Hafenkino.


Wir können leider nicht helfend eingreifen, da wir zu weit weg liegen. In einer Regenpause machen wir einen kleinen Landspaziergang, gehen zum Hafenmeister-Automaten, bezahlen und beobachten interessiert das Anlegemanöver eines großen Fischkutters.


Der Wind nimmt weiterhin zu und ich bringe eine zusätzliche Achterleine sowie eine weitere Vorleine aus.


Eigentlich wollten wir an Land essen gehen, der Wind ist aber inzwischen so stark (9 Beaufort), dass wir aus Sorge um das Schiff lieber an Bord bleiben und notfalls sofort reagieren können.


Zum Abend scheint mal wieder die Sonne.

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Samstag, 4. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Um 5 Uhr morgens werde ich durch knarzende vor Leinen geweckt. Um 6 Uhr stehe ich auf, um dem Übel ein Ende zu machen. Der Wasserstand ist stark gestiegen, so dass die Vorleinen sehr straff gespannt sind. Ich entlaste sie etwas, und schon ist das Geknarze weniger bis weg. Zwischenzeitlich habe ich Kaffee gemacht und Tina steht auf. Wir sitzen gemütlich im Salon und reden bei einer guten Tasse Kaffee.


Die aufgebaute Kuchenbude sorgt dafür, dass wir angenehme Temperaturen im Schiff haben. Ansonsten regnet es und wir lesen und telefonieren.


Unser Blick vom Schiff aus geht auf die beiden im Päckchen liegenden riesigen Eisbrecher, die hier schon vor 30 Jahren lagen. Sie sehen ja ganz proper aus, aber sicher sind sie museumsreife Oldtimer.


Trotz des Regens machen wir jetzt einen Landfall, um die Hafengebühr zu entrichten und unsere Vorräte beim örtlichen Supermarkt aufzustocken.


Der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört und wir machen noch einen kleinen Gang durch den Hafen. Danach geht es zurück an Bord für einen kleinen Imbiss. Dann erfreuen wir uns wieder an der Board-Mediathek, aus der wir einen schönen Film auswählen.

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Freitag, 3. Juli 2020
Von Grenå nach Hals = 43,4 sm * Gesamt = 372,8 sm
7:30 Uhr aufstehen. Ich koche Kaffee und wecke Tina mit einer schönen Tasse dampfendem Kaffee am Bett. Um 8:45 Uhr werfen wir die Leinen los und verlassen den Hafen. Ein leichter Südwestwind weht und wir setzen die Segel um 9:10 Uhr.


Es geht flott voran, aber der Wind wird stärker und böiger, so dass wir das Großsegel einreffen. Unterwegs erhalten wir eine sehr traurige Telefon Nachricht von Heidi, die uns mitteilt, dass ihr Mann Klaus gestern gestorben ist. Wir sind fassungslos und traurig und können es gar nicht glauben. Klausi hatte sich nachmittags hingelegt und hatte dann wohl im Schlaf einen Herzinfarkt erlitten, der zum Tode führte. Das Segeln geht weiter, das Wetter wird leicht herbstlich und etwas windiger.


Um 14:55 Uhr laufen wir in die Rinne zum Limfjord ein. Wir haben einen Knoten gegen Strom und die Wellen sind sehr kurz und steil. Um 15:45 Uhr sind wir fest im Hafen von Hals. Wir ergattern eine der letzten freien Boxen. Nachdem wir nun fest sind, gibt es erstmal ein warmes Essen.


Danach machen wir einen kleinen Landfall, bezahlen unser Hafengeld, schauen uns etwas im Ort um und gehen danach wieder an Bord, um zu lesen und uns auszuruhen. Da wir wegen des Wetters und des Windes morgen auch noch hier sein werden, bauen wir unsere Kuchenbude auf und haben damit ein "Zimmer" mehr. Kurz danach fängt es an zu regnen und erste starke Böen fegen durch den Hafen. Gute Nacht!

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Donnerstag, 2. Juli 2020
Hafentag Grenå = 0,0 sm * Gesamt = 329,4 sm
Das Wetter ist nicht unfreundlich, ab und zu scheint die Sonne, der Wind wirkt auch moderat, gleichwohl beschließen wir, heute hier zu bleiben.


Ein Tag zum Ausruhen und für Putz- und Flickstunden. Aber auch das Spazierengehen und das Lesen sollen nicht zu kurz kommen.


Am späten Vormittag laufen erst unsere Anholter Nachbarn Marlies und Jochen mit Eneklin und Hund aus.


Ein wenig später legt auch Schmitz Katze mit Christine und Klaus ab. Sie wollen nach Ballen. Wir aber wollen bleiben. Ich bereite 2 neue Vorleinen zu (mit Augspleiß). Tina macht einen leckeren Mittagssalat. Zum Nachmittag hin wird es immer sonniger und der Hafen fühlt sich langsam aber stetig, trotzdem wird er nicht voll, es sind immer noch einige Liegeplätze frei. Wir starten eine Reinigungsaktion für Mensch und Boot. Duschen, Staubsaugen und Putzen. Danach ist eine Lesestunde angesagt.


Zum Abendbrot gibt es das berühmte "schwedische Sommeressen". Marinierte Heringe, Kartoffeln, Creme fraiche und Butter sowie oben drauf dann viel Schnittlauch.


Ein Abendspaziergang durch den Hafen beschließt diesen schönen Tag.

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Mittwoch, 1. Juli 2020
Von Anholt nach Grenå = 28,4 sm * Gesamt = 329,4 sm
Heute Nacht habe ich im Salon geschlafen, weil es im Vorschiff wieder viel zu laut war. Nach wie vor knarzen die Leinen und es ist schwer, Schlaf zu finden. Dafür ist heute morgen der Himmel strahlend blau, aber es ballert nach wie vor. Immerhin können wir im Cockpit frühstücken, denn es ist herrlich warm. Wir studieren unterschiedliche Wetterberichte und kommen zum Entschluss, dass sich öffnende Wetterfenster heute Nachmittag zu nutzen, um Anholt zu verlassen. Gesagt, getan: 15:45 Uhr ab Anholt!


Es steht noch eine alte See von gestern, aber der Wind bläst mit drei bis vier Beaufort aus West recht schlapp. Wir setzen alle Segel, aber nach einer Weile müssen wir die Fock bergen und die Maschine anschmeißen. Das Großsegel lassen wir zur Unterstützung des Motors stehen, es zieht immerhin ein wenig und stabilisiert das Schiff etwas. Kurz nach 17 Uhr haben wir den Windpark erreicht, um 19:10 Uhr passieren wir die letzte Windmühle des Parks. die Wellen sind leider sehr grob und unregelmässig, ab und zu schlägt unser Schiff ins Wellental. Sehr unangenehm!


Um 21:15 Uhr wir fest in einer Box im Hafen von Grenå. Der Klaus von Schmitz Katze steht als freundlicher Anlegehelfer zur Verfügung. Nachdem wir unser Hafengeld beim Hafenmeister bezahlt haben, treffen wir unsere netten Nachbarn aus Anholt, Marlies und Jochen sowie Christine und Klaus, zu einem Klönschnack am Steg. Nach einer heißen Tasse geht es dann in die Koje.

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Dienstag, 30. Juni 2020
Hafentag Anholt = 0,0 sm * Gesamt = 301,0 sm
Die ganze Nacht hat es gepfiffen und dazu geführt, dass ich kaum geschlafen habe. Es hat geregnet, die Leinen haben geknarzt und ich konnte keine Ruhe finden. Zum Frühstück ist der Regen weg, aber es ist relativ frisch, von Hitze keine Spur.


7 Windstärken aus West genau auf unsere Nase. Die Situation kann man jetzt als "eingeweht" bezeichnen. Es gibt immer wieder kleine aber heftige Schauerböen, und so beschließen wir, unsere Fahrräder heute zurückzugeben, denn Fahrradfahren macht bei dem Wetter keinen Spaß.


Wir nutzen den Ortswechsel, um beim Hafenhöker noch Kleinigkeiten einzukaufen. Er ist zum Glück sehr gut sortiert.


Nachmittags nimmt der Wind noch erheblich zu. Wir messen bis zu 40 Knoten Windgeschwindigkeit.


Extreme Schauerböen lassen die Sicht auf die Hafeneinfahrt verschwinden, die Wasseroberfläche ist komplett weiß und es kommt jede Menge Wasser von oben. Jetzt gibt es gleich ein wohlduftendes Abendbrot, Tina ist gerade am Brutzeln.


Und das ist das Ergebnis "Black Garlic Tyksteak Gemüsecurry á la Ras el Hanout", klingt kompliziert, schmeckt aber lecker. Zum Nachtisch gab es dann Erdbeeren mit Sahne und Joghurt.


Als weitere Nachspeise legte der Wind dann noch einen zusätzlich drauf: 40 Knoten!


Das hält uns aber nicht davon ab, als Abendspaziergang zum Radarturm zu wandern und von dort oben die phantastische Aussicht über den Hafen und den neu aufgeschütteten Strand zu genießen.


Der Hafen von Anholt vom Radarturmberg (Nordbjerg).

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Montag, 29. Juni 2020
Hafentag Anholt = 0,0 sm * Gesamt = 301,0 sm
Es ist heute morgen wieder grau, zusätzlich gibt es viel Wind, zum Glück genau von vorn auf die Confidence. Ein gemütliches Frühstück im Cockpit folgt, zumal die Luft relativ warm ist.


Kurzfristig brechen Regenböen über uns ein, die trockene Insel braucht das, wir nicht so dringend.


Mittags verlängern wir unser Fahrradabo um einen Tag und machen eine Tour zum sogenannten Flakket, um zu botanisieren.


Wir entdecken schöne, kleine Pflanzen, aber auch außerhalb des Botanisierens weite Strände und eine herrliche Dünenlandschaft auf Anholt.


Danach geht es an Bord, um zu vespern. Lecker 😋. Zwischenzeitlich hat der Wind stark zugenommen und ich bringe noch einige extra Leinen für die Confidence aus. Die Böen,
die immer wieder durch den Hafen pfeifen, erreichen 7 bis 9 Windstärken. Es ist also angezeigt, schön im Hafen zu bleiben. Abends bemühen wir unsere Bord-Medisthek.

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Sonntag, 28. Juni 2020
Hafentag Anholt = 0,0 sm * Gesamt = 301,0 sm
Es ist durchgängig grau, aber sehr schön warm. Ein ausgedehntes Frühstück im Cockpit lässt uns diesen schönen Tag beginnen. Nach dem Frühstück verholen wir unser Schiff etwas mehr zur Seite, weil wir ziemlich dicht mit den Nachbarn beianander liegen. Bei viel Wind und Schwell könnte es hier kleine Probleme geben. Tina springt ins Wasser und fädelt eine Achterleine in eine zweite Heckboje, so dass wir nicht mehr auf Fendern liegen. Eine heroische Tag, die auch der Nachbar so quittierte.


Wir mieten uns Fahrräder und fahren quer über die Insel zum Sönderbjeg. Man hat hier einen fantastischen Ausblick aufs Meer und erkennt auch die Dimension der Insel ganz gut.


Der Sönderbjerg ist stolze 48 m hoch und im Prinzip eine riesige Endmoräne, ein Überbleibsel aus der Eiszeit.


Auch am Wegesrand findet ein Leben im Kleinen statt. Zurück an Bord gibt es eine kleine Lesestunde. Dann besuchen uns abends noch Christine und Klaus zu einem abendlichen, kleinen Umtrunk im Cockpit. Danach machen wir uns ans Abendbrot und beschließen den heutigen Tag mit Lesen.

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Samstag, 27. Juni 2020
Hafentag Anholt = 0,0 sm * Gesamt = 301,0 sm
Eigentlich wollten wir heute los, aber hier ist es so schön, dass wir beschließen, noch ein paar Tage zu bleiben, zumal sich das Wetter irgendwie ändern soll. Vormittags ist der Himmel noch grau, aber im Laufe des Nachmittags wird es wieder zunehmend sonniger und wärmer.


Erdbeeren Essen, Baden, Lesen und Chillen sind angesagt. Ein großes, graues Boot der dänischen Marine taucht auf.


Auf zwei großen Plakaten am Schiff ist zu sehen, dass es sich hier auch um den Zoll und um Polizei handelt.


Die Beamten kontrollieren auf den Stegen. Angeblich haben sie einen Schweden wieder ausgewiesen, der versucht hatte, hier mit seiner Yacht einzulaufen. Kurz vor dem Abendbrot taucht eine weitere, kleine Sensation auf: Ein dicker Seehund schwimmt durch den Hafen. Leider kann ich ihn nicht mit der Kamera einfangen, da ein auslaufender Fischkutter ihn offensichtlich verscheucht hat.


Nach dem Abendbrot, Tina hatte einen Thai-Curry zubereitet, und vor unserem Abendspaziergang sitzen wir bei noch angenehmen Temperaturen im Cockpit und lesen unsere Bücher.


Es war wieder ein sehr schöner Tag!

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Letzte Aktualisierung: 2020-07-10 20:30
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