Confidence on Tour
Mittwoch, 28. August 2019
Von Ystad nach Klintholm = 59,2 sm * Gesamt = 919,5 sm
Wieder wecken um 7 Uhr, wir wollen um 8 Uhr los. Die heutige Wetterprognose ist leider nicht besonders günstig, vorhergesagt sind Schauer und Gewitter-Böen und zwar schon am Vormittag. Wir diskutieren noch kurz mit den Nachbarn, aber um 8:30 Uhr legen wir ab.


Es ist wieder brüllend heiß, sehr diesig und ganz wenig Wind. Wir haben knapp 60 Meilen vor uns und hoffen, dass wir keine Unbilden des Wetters erleben müssen. Die Überfahrt ist unspektakulär, es bleibt bei wenig Wind, Wir lassen die Segel noch mitziehen, aber sonst passiert nicht viel. Das einzig spektakuläre ist, dass plötzlich unser Plotter und auch der Autopilot ausfallen. Einfach tot, keine Chance mehr wieder erweckt zu werden. Dummerweise müssen wir den Rest der Strecke jetzt per Hand steuern.


Zwischenzeitlich hat sich die gesamte Mannschaft der Confidence in ihre Tropenkleidung geworfen, so heiß ist es an Bord - mitten auf See.


Ein kleiner Passagier, vermutlich ein Grauschnäpper, fährt einige Zeit mit uns, verschwindet dann aber wieder grußlos in die Lüfte der südlichen Ostsee.


Um 16 Uhr kommen die Kreidefelsen von Mön in Sicht, es ist sehr diesig und sie sehen aus wie mit einem Weichzeichner verfremdet. Um 18 Uhr sind wir fest in Klintholm.


Wir liegen (auf Wunsch einer einzelnen Dame) längsseits am Steg. Anlegehilfe erhalten wir von den netten Nachbarn aus Ystad von der "ma Brummi".


Danach springen wir und später auch einige andere Segler in den 21 Grad warmen Hafen. Wunderbar. Anschließend geht es zum Hafenbüro, wo ein Automat steht, an dem wir unsere Liegegebühr bezahlen können. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Einkehrschwung in den kleinen Kaufmannsladen.


Jetzt gibt es ein verspätetes Abendbrot im Cockpit nach Sonnenuntergang. Es ist immer noch warm und der leichte Wind aus Osten weht angenehm.

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Dienstag, 27. August 2019
Von Allinge nach Ystad = 37,3 sm * Gesamt = 860,3 sm
7:00 wecken, Kaffee kochen, 8:05 Uhr Auslaufen. Wind Südost 2 Beaufort, Himme blau, Sonne scheint. Um 8:40 Uhr haben wir die Nordspitze Bornholms passiert und gehen auf neuen Kurs 273 Grad. In das vor uns liegende Verkehrstrennungsgebiet laufen wir um 9:40 Uhr ein. Wir durchfahren es im rechten Winkel und sind um 11 Uhr wieder raus aus dem Gebiet. Um 11:50 Uhr dreht der Wind auf Nord und frischt auf Stärke 3 Beaufort auf.


Wir setzen die Segel und rauschen durch die glitzernden Wellen der südlichen Ostsee. Um 13 Uhr dreht der Wind wieder auf östliche Richtungen und wird schwach, 2 Beaufort. Wir haben Kåseberga querab und bergen die Segel. Der Wind bleibt schwach und es ist sehr heiß an Bord.


Wir legen unsere Tropenkleidung in weiß an, das beste Mittel gegen die heiße Sonne.


Wir fürchten, dass noch ein Gewitter kommen könnte, und deshalb laufen wir nicht weiter, sondern fahren in den Hafen von Ystad ein.


Um 14:40 Uhr sind wir fest in einer Box mit einem Fingersteg. Vorher sind wir noch zur Hafen Tankstelle gefahren und haben 64 l Diesel nachgebunkert.


Die Webcam von Ystad hat uns übrigens auch fest im Blick. Danach sind wir erst einmal in den Hafen gesprungen und sind eine Runde geschwommen. Jetzt geht es erfrischt in die Stadt, zunächst vom Schiffshandel Ystad. Wir wollen einen neuen Tritt kaufen, da der alte uns in Karlskrona geklaut wurde. Leider werden wir hier nicht fündig, auch nicht in dem Geschäft Åhlens in der Innenstadt. Coop hat leider auch nicht so einen zusammenfaltbaren Tritt, dafür aber noch leckere Lebensmittel. Jetzt herrscht Ruhe im Schiff und Lesestunde. Abends ist wieder Kulturprogramm angesagt.

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Montag, 26. August 2019
Hafentag Allinge = 0,0 sm * Gesamt = 822,0 sm
Klong, klong, klong ... jedes Mal, wenn das Schiff etwas schaukelt, gibt es dieses Geräusch. 6:15 Uhr. Ich kann es nicht orten und es nervt. 🤯 7:00 Uhr. Ich stehe auf und ziehe mich an. Es ist warm, ein strahlend blauer Himmel und keine einzige Wolke, die Sonne scheint, Spätsommer.


Das Geräusch macht unser Kugelfender, der bei der Schiffsbewegung unter die Holzscheuerleiste am Kai gerät und klong, klong, klong dann nach oben rutscht. Der Fender wird 10 cm höher gehängt und schon ist Ruhe. Zwischenzeitlich habe ich Kaffee gekocht und die Kieler Nachrichten als ePaper auf dem Tablet gelesen. Tina ist inzwischen auch an Deck.


Wir begeben uns jetzt an Land und gehen zum örtlichen Bäcker, wo wir frische Brötchen kaufen.


Auf dem Wege dorthin sehen noch einen Super Brugsen (Supermarkt), der im Verhältnis zur Größe des Ortes ziemlich groß ist.


Nach der Mittagspause schlendern wir durch den Ort und suchen den Strand. Wir finden ihn 2 Buchten weiter vom Hafen. Tina gönnt sich ein Bad und ich mache Baywatch.


Danach geht es an Bord zurück für eine kleine Zwischenmahlzeit. Wir genießen das Hafenkino, das heißt die An- und Ablegemanöver der verschiedenen Yachten.


Abends kehren wir in das der Fischräucherei am Hafen angeschlossene Restaurant ein, die extra einen kleinen Sandstrand als Außenbereich angelegt haben. Das Fischbuffet für 135 DKR war befriedigend (Schulnote 3), die Aussicht, der Platz an sich bekommt eine 1. Den Tag beschließen wir mit einem Kulturbeitrag aus der Bordmediathek.

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Sonntag, 25. August 2019
Von Karlskrona nach Allinge/Bornholm = 52,3 sm * Gesamt = 822,0 sm
5 Uhr wecken, Kaffee kochen, Schiff seeklar machen, 6:15 Uhr auslaufen.


Ziemlich dicker Nebel wabert durch den Hafen. Wir überlegen, ob wir auslaufen sollen, da man die wichtigen Tonnen im Schärenfahrwasser kaum sehen kann. Unser deutscher Nachbar schaut auch ein wenig skeptisch in den Himmel. Schließlich läuft er aus und wir tun das gleiche 5 Minuten später. Der Nebel verzieht sich langsam und man sieht schon die Sonne durch die Nebelbänke scheinen. Eine Viertelstunde später haben wir freien Seeraum und blauen Himmel. Um 7:45 Uhr setzen wir die Segel und kommen gut voran. Um 9:05 Uhr haben wir Utklippan querab.


Unterwegs erfreuen wir uns an drei blinden Passagieren, nämlich einen Grauschnäpper und zwei Schafstelzen.


Als vierter Gast findet sich schließlich noch ein echter Admiral an Bord ein. Um 15:50 Uhr sind wir nur noch zehn Seemeilen von Bornholm entfernt. Wir setzen die dänische Gastflagge und studieren noch einmal das Hafenhandbuch.


Um 17:20 Uhr sind wir fest im kleinen Hafen von Allinge auf Bornholm. Unsere Nachbarn aus Karlskrona begrüßen uns und geben uns noch wertvolle Tipps für den Ort und seine Annehmlichkeiten. Es war ein langer und schöner Segeltag, aber nun sind wir doch etwas geschafft und Tina bereitet uns ein leckeres Abendbrot.


Danach begeben wir uns an Land und machen einen Schnelldurchgang durchs schöne Örtchen. Den Tag beschließen wir relativ früh mit dem Lesen unserer Romane.

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Samstag, 24. August 2019
Hafentrag Karlskrona = 0,0 sm * Gesamt =
Kurz nach 8 Uhr werden wir beide wach. Tina macht sich schon in der Küche zu schaffen und ich mache meinen ersten Landfall. Makellos blauer Himmel, kein Wind die Sonne scheint - es ist absolut Hochsommer.


Wir essen gemütlich Frühstück im Cockpit und entschließen uns dann zu einer Schwimmrunde vom Schiff aus.


Es ist hier zwar ein Hafen, aber der hat genügend Durchfluss und damit Wasseraustausch, so dass wir es wagen können, hier zu schwimmen. Nach dem Bade wird ausgiebig die Heckdusche genutzt. Nun sind wir sauber und fühlen uns frisch für neue Unternehmungen. Unser Nachbar empfiehlt uns den Lunch beim Marinemuseum. Guter Tipp, wir radeln dorthin. Gutes scheint sich schnell rum zu sprechen, denn das Restaurant ist knackevoll. Vor uns strömt eine Busladung mit Touristen herein.


Wir warten noch etwas ab, schauen etwas herum und dann schlagen wir zu. Ein wunderbares Buffet, welches für Senioren sogar preislich abgesenkt ist, erwartet uns.


Nachdem unsere leiblichen Bedürfnisse befriedigt worden sind, radeln wir am Wasser entlang durch das schöne Karlskrona.


Unterwegs stoppen wir in der Cityhalle, in der auch ein ICA-Laden untergebracht ist. Danach geht es an Bord, um eine Siesta zu halten. jetzt klaren wir das Boot auf und besprechen die Einzelheiten der morgigen Reise. Wir müssen auf alle Fälle wieder früh raus.

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Freitag, 23. August 2019
Hafentag Karlskrona = 0,0 sm * Gesamt = 770,7 sm
Um 5:30 Uhr fällt Tina aus dem Bett und geistert in der Confidence herum. Sie schaut aus dem Luk und macht erste Fotos vom jungen Morgen.


Ich höre Tina in der Pantry rumoren, es ist 8:40 Uhr und ein Kaffee steht für mich schon bereit. 🤗 Der Himmel ist grau, aber es ist nicht kalt, es weht ein leichter Wind aus Südwest. wir frühstücken im Cockpit und schon kommt die Sonne hervor und lässt es wieder Sommer sein.


Tina nutzt die Chance für ein Morgenbad, was sie sichtlich erfreut und erfrischt. Ich treffe den Hafenmeister, er erkennt mich sofort und sagt, dass das Paket leider noch nicht da ist. Sobald es kommt, werde er es an Bord liefern.


Eine Stunde später kommt er mit dem Päckchen in der Hand und liefert es uns an Bord, vielen Dank! Dafür gab es 2 Flens!

Danach bauen wir unsere Räder zusammen und fahren in die Stadt. Zuerst zum örtlichen Baumarkt (mit einem begrenzten Sortiment, kaum zu vergleichen mit unseren Baumärkten). Auf dem Wege weist mich Tina auf einen mächtigen Seeadler hin, der 30 m über uns majestätisch ein paar Kreise zieht. Auch viele andere Menschen schauen diesem Vogel gebannt zu. So nahe haben wir ihn bislang noch nicht gesehen.


Wir radeln in die Stadt und machen einen Einkehrschwung in ein Straßencafe. Danach erledigen wir noch nötige Einkäufe und fahren dann zurück zum Boot. Hier ergeben sich nette, längere Gespräche mit den deutschen Nachbarn. Abends ist wieder kulturelle Unterhaltung angesagt.

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Donnerstag, 22. August 2019
Von Sandhamn nach Karlskrona = 15,9 sm * Gesamt = 770,7 sm
6 Uhr wecken, 6:30 Uhr Kaffee, 7 Uhr auslaufen.


Ein göttlicher Morgen, kein Wind, Sonne ist aufgegangen und der Himmel ist blau.


Um 8:10 Uhr sind wir schon im Schärenbereich und haben Torhamn querab.


Die 18 m hohe Möcklö-Brücke passieren wir um 9:05 Uhr. Der Wind frischt auf 12 Kn. auf und wird leider auch etwas kühler.


Um 10:10 Uhr sind wir fest in der Stadsmarina Karlskrona. Ein freundlicher "Nachbar" aus Kalmar hilft uns beim Anlegen. Jetzt gibt es ein zweites Frühstück. Danach laufen wir ins Hafenkontor, leider kein Mensch dort, die Hafengebühr wird wie fast überall üblich am Automaten bezahlt. Um 16 Uhr gehe ich noch mal ins Hafenkontor und erwische tatsächlich jemanden, den ich fragen kann. Ich erwarte ja ein Paket aus Deutschland von der Firma SVB, die mir einen neuen Tankverschluss schicken wollen. Er ist tatsächlich über die Sache durch seinen Kollegen informiert worden und ich bin sicher, dass ich meine Lieferung erhalten werde. Beruhigt gehe ich an Bord zurück und eröffne die Lesestunde, Tina tut ein gleiches.

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Mittwoch, 21. August 2019
Von Kalmar nach Sandhamn = 41,5 sm * Gesamt = 764,8 sm
4 Uhr wecken, 5 Uhr auslaufen. Es ist noch etwas dunkel, wir laufen mit Maschine aus und um 7:50 Uhr setzen wir die Segel.


Morgens um 7:50 Uhr ist die Welt noch in Ordnung (abends aber auch). Wind Südwest zwei bis drei Beaufort, Himmel blau, Sonne scheint. Die See ist noch relativ ruhig. Wir kommen gut voran, machen zwischen fünf und sechs Knoten Fahrt. Gegen 11 Uhr nimmt der Wind doch etwas zu, wir haben jetzt zwischen 14 Uhr und 16 Knoten Wind genau gegenan. Also müssen wir die letzten Meilen wieder mit Maschine machen.


Um 12:55 Uhr sind wir fest in Sandhamn. Wir liegen längsseits am Kai. Ein junges deutsches Paar nimmt uns die Leinen an und wir kommen ins Gespräch. Sie haben gerade die Ostseerunde gemacht über die baltischen Staaten, Åland-Inseln und jetzt zurück auf der schwedischen Seite. Auch mit weiteren Seglern ergeben sich hier nette Gespräche.


Am Hafen gibt es Fahrräder zur freien Verfügung, die wir uns direkt schnappen und erst einmal zum Hafenbüro fahren, wo wir unsere Abgabe zahlen.


Dann radeln wir 3 km durchs Land zum gegenüberliegenden Hafen Torhamn. Dort im Hafen treffen wir auf eine Schweizer Yacht, die neben uns in Kalmar lag. Auch hier ergeben sich nette Gespräche.


An Bord zurück gibt es ein Anleger-Bier für den Skipper und Wasser für die arme Bordfrau. Außerdem haben wir unseren neu erworbenen schwedischen Käsehobel im Elchdesign ausprobiert.

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Von Kalmar nach Sandhamn = 41,5 sm * Gesamt = 764,8 sm

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Dienstag, 20. August 2019
Hafentag Kalmar = 0,0 sm * Gesamt = 713,3 sm
Geruhsames Aufstehen bei herrlich blauem Himmel und Sonnenschein. Unser letzter Hafentag in Kalmar bricht an. Langes frühstücken, lesen und duschen stehen auf dem Programm.


Es ist sommerlich warm und der Aufenthalt im Cockpit ist mehr als angenehm. Am Nachmittag bezieht sich der Himmel und dicke grau schwarze Wolken überqueren uns langsam. Dabei hinterlassen Sie einige Tropfen 😨.


Wir lassen uns aber nicht abschrecken und machen uns auf den Weg ins Museum am Hafen.


Dort angekommen müssen wir feststellen, dass es in 10 minuten schließt, es ist eben erkennbar schon Nachsaison. Immerhin können wir uns noch die Kanonen eines im Kalmarsund versunkenen alten Kriegsschiffes anschauen. Auf dem Wege zurück zu unserem Boot erwischt uns eine starke Regenböe, die uns total nass macht. Wir flüchten ins Einkaufszentrum, in dem sich zum Glück auch ein Lebensmittelgeschäft befindet. Den Weg zum Boot schaffen wir ohne weitere Feuchtigkeit. Abends erfreut uns noch ein Eberhofer-Krimi, den ich aus der Mediathek runtergeladen habe.

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Montag, 19. August 2019
Hafentag Kalmar = 0,0 sm * Gesamt = 713,3 sm
Der Wind weht leicht aus West, die Sonne scheint, wir haben nach dem Frühstück unser Büro eröffnet. Freundin Elke hatte uns freundlicherweise unsere bis dato aufgelaufenen Briefe übermittelt. Jetzt tätigen wir Anrufe und überweisen Rechnungsbeträge. Geht alles sehr gut dank Online-Banking und e-Mail. Nachdem alle Geschäfte getätigt sind, gehen wir in den Bootsladen am Hafen und versuchen einen neuen Deckel für den Tank zu bekommen.


Misslingt leider, so dass ich den Ersatz-Tankdeckel bei SVB in Bremen bestelle und ihn nach Karlskrona schicken lasse. Vorab habe ich mit der Marina Karlskrona telefoniert und gefragt ob das funktioniert und ob das okay ist. Ich habe grünes Licht von dort erhalten und bin zuversichtlich, dass alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Nachdem wir wieder einen leckeren Lunch im Hafenrestaurant zu uns genommen haben, steigen wir auf die Fahrräder und erkunden das neue Kalmar.


Wir entdecken viele kleine Häfen, allerdings alles private Häfen. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und es weht wieder ein strammer Südwind.


Eine helle, interessante Architektur die uns durchaus anspricht, sieht natürlich nicht besonders schwedisch aus - nach unseren Vorstellungen. Zurück an Bord packen wir die Fahrräder zusammen, da wir geplant haben, morgen auszulaufen. Nach einem Gespräch mit den Nachbarn über das Wetter und einen Blick in das Internet sehen wir, dass die Windrichtung für uns morgen immer noch nicht ideal ist, aber Mittwoch, da könnten wir wieder segeln. Also beschließen wir, morgen noch hier zu bleiben und dann erst Mittwoch loszufahren. Das ist der Vorteil als Zeit-Millionär. Abends haben wir uns noch von einem Eberhofer-Krimi unterhalten lassen, echt witzig.

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Sonntag, 18. August 2019
Hafentag Kalmar = 0,0 sm * Gesamt = 713,3 sm
Spätes Aufstehen, die Sonne scheint etwas aber der graue Himmel lauert schon im Hintergrund. Wir haben die Kuchenbude aufgebaut und frühstücken ausgedehnt und gemütlich, ab und an unterbrochen von Lesungen.


Es ist ziemlich warm, aber grau und der Wind ist fast weg. Laut Wettervorhersage sollte es eigentlich regnen, aber das tut es nicht.


Wir satteln unsere Fahrräder und machen eine schöne Tour durch das Umland Kalmars.


Vorbei am Schloss bleiben wir dann im Restaurant "Söderport" hängen, wo es Live-Musik gibt.


Wie kehren ein, bestellen und ein leckeres Smörgås und genießen die Live-Musik, toller, ruhiger Jazz.


Dann geht es weiter durch das sehr schöne Umland.


Wir fahren noch durch die "Gamla Stan", den alten Stadtteil mit den hübschen und prächtigen Holzhäusern.


Dann geht es zurück an Bord und schon fängt es an zu regnen. Wie gut, dass wir die Kuchenbude aufgebaut hatten. Wir beenden den Tag mit Lesen.

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Samstag, 17. August 2019
Hafentag Kalmar = 0,0 sm * Gesamt = 713,3 sm
Heute sind wir etwas später aufgestanden, haben ein gemütliches Frühstück im Cockpit eingenommen, die Sonne scheint, es ist warm. Wir bezahlen unsere Hafengebühr im Touristbüro und gehen anschließend ins danebenliegende Restaurant, um unseren geliebten Halloumi-Käse essen zu können.


Unser anschließender Besuch im Bootsladen ist leider nicht erfolgreich, da dieser wegen der Ironman-Veranstaltung geschlossen ist. Warten wir eben bis Montag und kaufen dann ein neues Kugelventil. Jetzt geht es in die Stadt, wir bestaunen die Veranstaltung um den Ironman.


Es ist unwahrscheinlich viel los in der Stadt und wir platzieren uns beim Zieleinlauf der Athleten. So sehen Gewinner aus.


Die meisten kommen durchs Ziel, brechen aber 2 Meter dahinter sofort zusammen. Das Wetter ist inzwischen sehr grau, aber dann fallen ein paar Tropfen, jedoch nichts wirklich Wesentliches. Nach der Veranstaltung, die wahrscheinlich die ganze Nacht laufen wird, ziehen wir uns an Bord zurück.

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Freitag, 16. August 2019
Von Mönsterås nach Kalmar = 23,3 sm * Gesamt = 713,3 sm
Um 5:45 Uhr weckt mich mein Handy. Also Aufstehen, Waschen, Kaffee kochen. Tina bekommt ihren Kaffee ans Bett serviert und steht dann auch auf. Wir machen das Schiff seeklar und laufen um 7 Uhr aus.


Es ist ein wunderbar ruhiger Morgen, leider grau und leider auch etwas Regen. Nachdem wir aus dem Fjord raus sind, hört der Regen auf, der Wind ist sehr schwach, SSW 2 Bft..


Es ist immer noch sehr ruhig, auf dem Kalmarsund übernimmt Herbert, unser Autopilot, das Ruder. Allerdings hat der Wind leicht zugenommen.


Um 12:15 Uhr passieren wir die Brücke über den Kalmarsund. Die See ist inzwischen sehr ruppig geworden und der Wind bläst mit 18 kn genau von vorn, war ja leider auch so vorhergesagt.


Um 12:55 Uhr sind wir fest im Hafen von Kalmar an einer Boje. Hier ist es durch den Windschutz der hohen Gebäude wieder ruhiger.


Hier entdecken wir diese kuriose Bezeichnung für das Damen-WC, bei uns seit 40 Jahren glücklicherweise ausgestorben. Wir gehen jetzt ins Touristbüro und bezahlen dort unsere Hafengebühren. Danach entdeckt Tina, dass es am Hafen direkt einem Lunch mit Halloumi gibt, welchen wir sofort bestellen und genüsslich verzehren.


Beim Einlaufen in den Hafen sind uns viele große seltsame bunte Bojen aufgefallen, die wir nicht zuordnen konnten. In der Tourist-Information entdecken wir, dass an diesem Wochenende hier der Ironman ausgetragen wird.


Somit können wir auch diese beiden Nixen als Ironman-Mädels im Training identifizieren, die uns in der Hafeneinfahrt vor den Bug schwammen.



Als wir durch die Stadt spazieren, die wir übrigens überhaupt noch nicht so genau erforscht hatten, entdecken wir überall Hinweise auf den Ironman, insbesondere viele Absperrungen und Begrenzungen. Von unserem Bootsnachbarn hören wir gerade, dass wegen des Ironman der Hafen morgen vormittag sogar komplett gesperrt ist. Ein ziemliches Großereignis. Jetzt ist es Abend und wir genießen diesen an Bord mit Lesungen.

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Donnerstag, 15. August 2019
Hafentag Mönsterås = 0,0 sm * Gesamt = 690,0 sm
Um 6:45 Uhr falle ich aus dem Bett, irgendwie bin ich knackwach. Es ist völlig ruhig, kein Windhauch und die Sonne scheint. Ich koche Kaffee, Tina liest die 'Kieler Nachrichten' und ich mein Buch, welches ich jetzt durchgelesen habe. Sehr schräg, aber ich will das Ende nicht verraten. Nach dem Frühstück gehen wir in den Sanitärbereich und nutzen dort die kostenlosen Waschmaschinen und Tümmler.


Der heutige Liegetag in Mönsterås ist übrigens gratis, da wir zwei Tage haben, der dritte ist frei! Danach machen wir im örtlichen Coop einen Großeinkauf, den wir auf fünf Einkaufstüten verteilt mühsam zum Boot zurück wuchten. In einer der Tüten befinden sich schwedische Bratkäsestücken, Haloumi, Tinas Neuentdeckung in Schweden, die sofort zu einer leckeren Mittagsmahlzeit verarbeitet werden.


Jetzt kümmern wir uns um unsere Wäsche, die immerhin 4 Stunden in der Waschmaschine zubringen musste. Danach machen wir uns an die Tagesplanung für morgen.


Ein kleiner Abendspaziergang durch die am Hafen liegende Siedlung folgt. Die Häuser sind nett gelegen und die Menschen, die uns entgegenkommen (meist mit Hund) sind sehr freundlich und grüßen.


Der Himmel ist inzwischen bedeckt, aber Regen haben wir nicht abbekommen. Nach wie vor ist es nicht kalt. Abends lassen wir uns aus der Bordmediathek unterhalten.

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