Confidence on Tour
Samstag, 18. Juli 2020
Von Doverodde nach Thisted = 16,8 sm * Gesamt = 482,9 sm
Heute morgen rechts und links von uns Geräusche. Alle Nachbarn legen ab, es ist 7:30 Uhr. Wie er krabbeln aus der Koje und machen erst einmal Kaffee. Es ist überwiegend grau, aber warm und die Sonne lässt sich ab und an blicken. Um 10:10 Uhr verlassen wir den idyllischen kleinen Hafen. Unsere Nachbarn sind schon alle vor uns ausgelaufen, recht lautstark.


Zehn Minuten später setzen wir die Genua und werden von dem Südwind der Stärke 4 flott voran geschoben.


Marine-Traffic erfasst unser AIS vor dem Vilsund.


Um 12:45 Uhr müssen wir vor der Vilsund-Brücke auf deren Öffnung warten.


Um 13 Uhr öffnet sie endlich und wir können die letzten fünf Seemeilen weiter segeln.


Um 14:15 Uhr sind wir fest in der Marina von Thisted, es scheint so, dass wir die letzte Box bekommen haben. Die ist allerdings so eng, dass wir die Pfähle auseinander drücken müssen.


Wir gehen an Land und schauen uns etwas um. Das Hafengeld müssen wir in der nahegelegenen Shell-Tankstelle bezahlen. Das Clubhaus des Hafens macht einen guten Eindruck und enthält saubere sanitäre Einrichtungen. Zurück an Bord beginnen wir unsere Lesestunde. Danach machen wir noch einen kleinen Einkaufstrip zum Netto-Supermarkt, der nur fünf Minuten von uns entfernt liegt.


Nach einer Abendleckerei schauen wir uns noch einen Film aus der Bordbibliothek an.

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Freitag, 17. Juli 2020
Vom Tambosund nach Doverodde = 8,4 sm * Gesamt = 466,1 sm
Der Himmel ist heute Morgen sehr bedeckt, aber die Luft ist warm. Wir frühstücken im Cockpit und danach erledigt Tina einige logistische Anrufe, denn sie will ja am Montag nach Kiel fahren. Um 11:10 Uhr nehmen wir den Anker auf. Zehn Minuten später setzen wir das Vorsegel und lassen uns durch die glitzernden Wellen des Limfjordes schieben. Navigatorisch ist die Sache nicht kompliziert, aber man muss sehr aufpassen, denn der Limfjord ist durchgehend flach. Wir segeln durch eine herrliche Landschaft, die uns teilweise an die große Breite in der Schlei erinnert.


Um 13:10 Uhr sind wir fest an der Brücke von Doverodde. Ein netter dänischer Nachbar hilft uns beim Anlegen.


Dann machen wir einen Landfall und erkunden den "Ort". Beim örtlichen Segelclub entrichten wir unsere Hafengebühr von 120 DKK.


Dann schlendern wir durch die fast einzige Straße des Ortes zum Silo hin. Hier entdecken wir einen Fahrstuhl, der uns auf das Dach des Gebäudes transportiert.


Wir haben hier einen fantastischen Ausblick über Doverodde und Teile des Limfjordes.


Im angrenzenden Restaurant genehmigen wir uns eine kleine Erfrischung. Nun geht es zurück an Bord, die gemütliche Stunde beginnt. Am späten Nachmittag bezieht sich der Himmel komplett, es wird spürbar kühler. Wir essen eine Kleinigkeit und erfreuen uns an unseren Büchern.


Hier unser Hafen aus der Satelliten-Perspektive.

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Donnerstag, 16. Juli 2020
Ankertag im Tambosund = 0,0 sm * Gesamt = 457,7 sm
Eine herrlich ruhige Ankernacht liegt hinter uns. Um 7 Uhr werde ich wach und stehe langsam auf, koche Kaffee und serviere selbigen für Tina an die Koje. Sie ist sehr entspannt und bleibt noch etwas liegen. Ich genieße den Morgenkaffee bei Sonne und leichtem Wind im Cockpit.


Nach dem Frühstück packen wir unser neues Gummiboot aus. Es ist sehr schön klein und lässt sich auf dem Vorschiff prima lagern und bearbeiten.


Mit dem Spinnaker-Baumfall heben wir es an und lassen es seitlich ins Wasser gleiten. Das Boot wirkt sehr zart im Gegensatz zu unserem alten Gummi-Panzer.


Beim Einsteigen merkt man den Unterschied. Ich bin im Boot und Tina steigt hinzu, kann sich aber kaum darin bewegen, weil es doch deutlich kleiner ist als das alte. Außerdem machen ihr ihre Rheuma-Knie und ihre Unbeweglichkeit zu schaffen.


Wir verfrachten das Boot also wieder am Deck.


Danach geht Tina eine Runde schwimmen und ich mache "bay watch".


Zum Abendbrot zaubert Tina ein leckeres Curry-Gericht mit Gemüse und Tyksteak. Wir genießen noch einen Augenblick den wunderbaren Sommerabend im Cockpit, dann beschließen wir den Tag. Gute Nacht!

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Mittwoch, 15. Juli 2020
Von Fur in den Tambosund = 24,6 sm * Gesamt = 457,7 sm
Um 11:10 Uhr verlassen wir den Hafen von Fur. Wind westnordwest Stärke 2, Regen ist nicht vorhergesagt 🤗. Kurz nach Verlassen des Hafens setzen wir die Segel und müssen hoch am Wind auf eine enge Passage zu laufen.


Wir passieren die Städte Nyköbing auf Mors und Glyngöre.


Die 26 m hohe Salling-Sund-Bro passieren wir um 12:45 Uhr.


Um kurz vor 15 Uhr bergen wir die Segel und laufen unter Maschine alsdann in den Tambor-Sund ein. Um 15:35 Uhr fällt unser Anker im Tambor-Sund auf 2,30 m Wassertiefe.


Der Wind weht frisch aus Nordwest, aber es gibt kaum Wellen. Wir genehmigen uns ein kleines Ankommens-Mahl und erfreuen uns an der Umgebung.


Mit einem Hand-Lot ermitteln wir rund um das Schiff eine Wassertiefe von 2,20 m. Recht flach, aber es reicht. Gerade jetzt schwimmt ein Seehund hier vorbei, wie nett ist das denn. 👍 Und nun gibt es gleich was zu essen. Danach beschließen wir den Abend mit handgemachter Musik und Lesungen.

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Dienstag, 14. Juli 2020
Hafentag Fur = 0,0 sm * Gesamt = 443,1 sm
Heute morgen ist es nicht nur grau, sondern auch die Regentropfen trommeln zart auf die Kuchenbude. Es ist nicht kalt aber nass.


Unser Frühstück zieht sich über den gesamten Vormittag, immer wieder unterbrochen von Leseeinlagen. Nicht nur die Kieler Nachrichten werden als ePaper verschlungen, sondern auch unsere Bücher. Ich lese gerade einen Roman von Håkan Nesser, einem der bekanntesten schwedischen Krimi-Autoren. Tina liest gerade "Das Evangelium der Aale" (auch von einem schwedischen Autor). Immer wieder fallen heftige Regenschauer auf uns nieder.


Am Nachmittag zeichnet sich eine kleine Wetterbesserung ab. Erstmals können wir nämlich wieder blauen Himmel sehen und die Sonne versucht zu scheinen.


Wir satteln unsere Räder und machen eine Tour zur einzigen Ankerbucht von Fur.


Die Faerker-Bucht liegt im Nordosten der Insel Fur.


Mit unseren kleinen Fahrrädern geht es über Stock und Stein bis an den Strand dieser herrlichen Bucht. Einige ankern hier und es sieht recht idyllisch aus. Auf dem Rückweg ruft plötzlich jemand aus einem vorbeifahrenden Auto "Hallo". Es ist Ellens Tochter Susann mit ihren Freunden, die von ihrer Mutter erfahren hatte, dass wir auf Fur sind. Wie klein ist doch die Welt.


Zurück an Bord zelebriert Tina das "Schwedische Sommeressen", ein einfaches aber leckeres Gericht, bestehend aus marinierten Heringen, Kartoffeln, Creme Fraiche und Schnittlauch. Dazu gibt es dann das wohlschmeckende Fur-Bier. Danach setzt dann die Stunde der Gemütlichkeit ein.

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Montag, 13. Juli 2020
Hafentag Fur = 0,0 sm * Gesamt = 443,1 sm
Heute morgen ist der Himmel ganz grau. Tina kocht Kaffee und ich liege noch faul in der Koje. Das Wetter lockt nicht zur Weiterfahrt, deshalb bleiben wir. Der Wind ist relativ schwach. Es regnet nicht und nach dem Frühstück widme ich mich zuerst dem kaputten Bordfahrrad. Die Reparatur erweist sich als gar nicht so einfach, der Teufel steckt wie immer im Detail. Aber dank Tinas Mithilfe haben wir den Bock bald repariert. Danach werden die Hafen-Duschen intensiv ausprobiert, alles sehr ordentlich, sehr sauber.


Im Hafen selber ist heute irgendwie Party. Viele neue Boote, viele Menschen und ein Gitarre spielender Musikant. Diese Art der Mucke gehört irgendwie zum Sommer in Skandinavien.


Nun schwingen wir uns auf unsere Fahrräder und fahren zum Kaufmann. nachdem wir die Sachen alle wieder an Bord gebracht haben, starten wir zu einer Erkundungstour, mit an Bord der Fahrräder ist unsere kleine Drohne.


Schnell ist ein Start- und Landeplatz in der Nähe des Hafens gefunden und wir starten das Fluggerät. Die Drohne macht fantastische Aufnahmen, obwohl der Wind relativ böig ist. Mehrfach warnt mich die Software vor dem starken Wind, den wir am Boden allerdings gar nicht als so stark empfinden.


Nach dem ersten Flug, wo ich nur Fotos gemacht habe, starte ich die Drohne erneut für Videoaufnahmen. Und diesmal fliege ich über die Bucht und merke, dass die Drohne gegen den Wind größere Probleme hat. Auch die Drohnen-Software sagt mir, dass ein automatischer Rückflug nicht möglich ist, ich muss das manuell regeln. In den Böen verliert die Drohne immer wieder an Höhe und ich versuche, sie von der Wasseroberfläche fernzuhalten. Es gelingt einige Male, aber leider nicht immer. Die Drohne versinkt überraschend mit einem Seufzer in den Fluten und ist weg. Ich mache große Augen, denke sofort an meine Drohnenversicherung, weiß daher, dass ich eine Drohne einschicken muss, um eine neue zu bekommen. Der Versicherung wird es nicht reichen, wenn ich sage, die Drohne ist im Meer versunken. Also eile ich zurück an Bord und ziehe meinen Neoprenanzug an.


Tina bleibt vor Ort und merkt sich die Stelle, wo die Drohne versunken ist. Ich eile umgezogen zurück und stiefel in das Wasser.


Es ist an der Absturzstelle immer noch flach, so dass ich nicht schwimmen muss, sondern mich nur zu bücken brauche.


Tina leitet mich mit Handzeichen von Land aus zur Absturzstelle und nach kurzer Suche finde ich unser Mini-Flugobjekt. Hurra, jetzt kann ich es ersetzt bekommen. Ich muss es nur noch einschicken. Es ist inzwischen Abend und die Aufregung hat sich gelegt. Wir genehmigen uns noch einen Sundowner und dann geht es in die Koje. Trotz allem war es ein schöner Tag.

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Sonntag, 12. Juli 2020
Hafentag Fur = 0,0 sm * Gesamt = 443,1 sm
Heute Nacht hat es wohl geregnet, heute morgen ist es immer noch ziemlich grau. Schwere, tiefhängende, graue Wolken ziehen langsam über uns hinweg. Unsere Nachbarn laufen aus, ich plausche noch ein wenig mit ihnen. Sie haben aber nur ein kurzes Stück vor sich, zudem kommen sie aus der Ecke und kennen alles genau. Wir frühstücken und versuchen die Tourist-Information anzurufen, um dort E-Bikes zu mieten. Leider hat sie heute geschlossen, also nix mit E-Bikes. Danach erreicht uns die Nachricht aus Kiel, dass im Betreuten Wohnen von Tinas Vater leider Corona-Quarantäne herrscht, Gott-sei-dank geht es ihm aber gut. Allerdings kann der geplante Kiel-Aufenthalt von Tina nun erst etwas später stattfinden,wir planen um,wie gut ist es, wenn man Zeit hat!! Wir holen nun unsere eigenen Fahrräder heraus und bauen sie am Steg zusammen. Tina fährt vor und erhascht mit einem Blick, dass die Tourist-Information doch geöffnet hat und auch Fahrräder verleiht. Sie stürmt hinein und ergattert tatsächlich zwei E-Bikes für uns. Sie ist glücklich und der Tag ist für uns gerettet. So machen wir uns frohgemut auf, um die großen Steihänge und Klippen, die hier die Eiszeit geformt hat zu entdecken und danach in der Inselbrauerei einzukehren. Dazu radeln wir an das andere Ende der Insel nach Norden. Wir haben strammen Gegenwind, aber dank der Elektrounterstützung kein Problem.


Durch eine herrliche Landschaft geht es vorbei an Sauriern und Museen. Die Kartoffelfelder blühen und der Hafer steht voll im Saft.


Nach 6 km Fahrt erreichen wir die wilden und beeindruckenden Klippen, die hier steil ins Meer abfallen.


Wir bestaunen die unterschiedlichsten geologischen Formationen und sind tief beeindruckt.


Danach kehren wir in das Bryghus von Fur ein und trinken ein leckeres Frokost-Bier. Zurück fahren wir einen anderen Weg mit viel Rückenwind, herrlich, aber etwas kalt. Im Hafen wieder angekommen, geht es zurück an Bord. Wir müssen uns dringend aufwärmen. Helfen dabei tut uns der Heizlüfter. Ein heißer Tee und ein gutes Buch beschließen den Sonntag.

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Samstag, 11. Juli 2020
Hafentag Fur = 0,0 sm * Gesamt = 443,1 sm
Nach einer erholsamen in Nacht wird erst einmal der Kaffeekocher bemüht, der bin nämlich ich. Der Blick nach draußen zeigt blauen, aber bewölkten Sommerhimmel. Allerdings pfeifen giftige Böen durch den Hafen.


Wir sitzen im Cockpit unter der Kuchenbude und sind damit ganz gut vor den scharfen Winden geschützt.


Nachdem wir den Durchgang zur Badeplattform auch noch mit der Tuchabdeckung dicht gemacht haben, ist es im Cockpit richtig kuschelig, es zieht nicht mehr. Kurz nach dem Mittag erkunden wir die Umgebung, die augenscheinlich sehr schön ist.


Der Bereich des Hafens ist schon sehr ansprechend, aber wenn man dann weiter in Richtung Dorf geht, bleibt es schön und interessant.


Wir wählen den Weg direkt am Strand entlang und finden hier jede Menge Austern, auf die wir aber gerade keinen Appetit haben.


Danach geht es in die sehr schön oberhalb des Dorfes gelegene Kirche. Auf dem Rückweg entdeckten wir den kleinen Brugsen-Supermarkt. Unter anderem erstehen wir hier einige Flaschen des örtlichen Fur-Bieres, welches wir gestern Abend schon im Hafen-Restaurant probiert hatten.


Zurück an Bord wird dann getestet, ob es das richtige Bier war 🤗..... und es war das Richtige, nur 2,6 % Alkohol, lecker! Den Tag abgeschlossen haben wir heute mit einem Film aus der Bord-Mediathek "Eine Nacht im Paradies" von 1931.

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Freitag, 10. Juli 2020
Von Aalborg nach Fur = 42,8 sm * Gesamt = 433,1 sm
Nach einer ruhigen Nacht stehen wir zeitig auf und frühstücken im sonnigen Cockpit. Heute soll es noch relativ ruhig bleiben, morgen dafür aber stark wehen. Um 9:30 Uhr verlassen wir Aalborg. Wind W 2-3 Beaufort. Wieder kommt der Wind genau von vorn, also Maschine an und "make West". Um 11:10 Uhr haben wir Gjöl querab. Weiter geht es durch gut betonnte aber enge Fahrwasser bis zur Brücke von Aggersund, die wir um 14:04 Uhr fast ohne Wartezeit passieren.


Durch enge Fahrwasser geht es weiter an Lögstör vorbei, bis wir um 15:15 Uhr ein freies Seestück erreichen. Der Wind hat zugelegt und weht mit bis zu 22 Knoten (6 Beaufort). Wir können hier die Segel setzen und mit Südkurs den Kurs auf Fur absetzen.


Um 17:30 Uhr sind wir bei sehr böigem Wind fest im Hafen von Fur. Wir finden einen schönen Liegeplatz im älteren Teil des Hafens. Es gibt hier noch viele freie Plätze. Mit uns ist noch eine weitere deutsche Yacht im Hafen, sonst nur Dänen. Wir nehmen Strom und bunkern Wasser (was schon fast aus war).


Beim Landfall nach Bezahlen des Hafengeldes kehren wir in das Hafenrestaursnt ein uns bestellen und einen "Fur-Burger" und trinken dazu ein "Fur-Bier", welches als Hancock-Bier verkauft wird. Danach geht es an Bord zurück. Wir bauen unsere Kuchenbude auf und üben Gemütlichkeit.

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Donnerstag, 9. Juli 2020
Von Hals nach Aalborg = 17,5 sm * Gesamt = 390,3 sm
Heute morgen 7 Uhr: Es scheppert, das Boot wackelt, Tina fällt aus der Koje, baut den Rumms aber in ihre Träume ein und schläft weiter. 20 Minuten später höre ich ein ständiges Klopfen bei uns am Schiff und jemand ruft "hallo hallo hallo". Und es klopft. Tina springt aus der Koje, ich auch. Eine Frau ist bei uns an Bord und ist ganz aufgeregt. Wir vermuten, dass wir auf ihrem Liegeplatz liegen und jetzt weg müssen. Dem ist aber nicht so. Die Frau berichtet auf Englisch, dass Sie unser Gummiboot gecrascht hat. Sie wirkt ganz schuldbewusst und versucht, irgendeine Regelung zu finden, womit sie ihre Schuld begleichen kann.


Derweil kurvt ihr Partner mit dem "Täterboot" durch den Hafen. Völlig unausgeschlafen und mit wirren Haaren schauen wir uns an, wir sehen aus, wie aus einem bösen Traum erwacht, die Haare stehen zu Berge und wir sind beide im Nachthemd.


Langsam blicken wir durch, was passiert war, und die Frau bezahlt uns ein neues Gummiboot. Sehr korrekt, sehr nett, und für uns ist die Sache damit in Ordnung. Bei der Entsorgung unseres kaputten Gummibootes hat der Hafenmeister wertvolle Hilfe geleistet und das Boot abtransportiert.


Kurz nach 10 Uhr kommen wir endlich los. Der Wind ist moderat, bläst uns aber genau auf die Nase, so dass wir die Maschine nehmen müssen, um in den Limfjord ein zu laufen. Die Fahrt erinnert uns sehr an das Segeln in der Schlei, grüne Ufer, kleine hübsche Häuschen säumen unsere Reise. In Aalborg gibt es zwei Klappbrücken kurz hintereinander, die wir als Segler passieren müssen. Ein entgegenkommender dänischer Segler weist uns auf einen Delfin hin, der kurz darauf genau unter unserem Boot abtaucht. In der Tat ein Delfin, kein Schweinswal, wir sehen ihn mehrfach, wie er springt und aus dem Wasser kommt, aber wir können ihn nicht mit der Kamera einfangen.


Das hat die dänische Presse aber für uns erledigt, wo die Delfine im Limfjord als Sensation beschrieben werden. Die Brücke soll um 14 Uhr öffnen, wie wir lesen können. So müssen wir noch über eine halbe Stunde unsere Kreise drehen.


Plötzlich entdeckt Tina einen Seehund, der neugierig seinen Kopf aus dem Wasser reckt. Pünktlich um 14 Uhr öffnet die Brücke und wir rauschen mit mehreren Booten hindurch. Unser Zielhafen ist der Vestre Bådehavn von Aalborg, der kurz nach der Brücke schon in Sicht ist.


Um 14:10 Uhr sind wir fest im Hafen der örtlichen Werft und liegen im Päckchen neben einer anderen Bavaria Yacht aus Dänemark. Wir erkundigen uns nach einem Bootsshop, wo wir eventuell ein neues Beiboot kaufen können. Dort angekommen werden wir fündig und nach kurzer Überlegung kaufen wir ein neues Beiboot witzigerweise genau zu dem Preis, den uns die Norwegerin heute morgen gezahlt hat.


Es ist etwas kleiner als unser altes Beiboot, wir müssen sehen ob es uns passt. Wenn nicht, kommt es bei eBay unter den Hammer 😋.


Wir lassen das Boot erst einmal in der Originalverpackung, die wir dann vor dem Mast befestigen. Am ersten Ankerplatz wird es dann zusammengebaut.


Immer noch etwas geschockt nehmen wir eine kleine Mahlzeit zu uns und erkunden die Umgebung des Hafens. Ürigens, es ist wieder Sommer! Abends wird gelesen und geraten (Kreuzworträtsel). 🙄

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Mittwoch, 8. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Etwas entgegen den Vorhersagen bläst der Wind immer noch mit Stärke 6 Beaufort. Da fackeln wir nicht lange, sondern beschließen, noch einen Tag in Hals zu verbringen. Nach dem ausgiebigen Frühstück ist erst einmal Lesezeit und Gemütlichkeit angesagt.


Nachmittags erkunden wir den Ort Hals genauer. Wir sind erstaunt, wie gepflegt und ordentlich alles aussieht.


Hier hat man als Eingangspforte die Kiefernknochen eines 30 m langen Blauwals missbraucht. Dieser Wal wog 90 Tonnen.


Die sehr schöne Kirche von Hals.


Bei der Kirche entdecken wir den Friedhof, der eher Ähnlichkeit mit einem Park als mit einer Totenstatt hat. Sehr gepflegte Gräber, sehr gepflegtes Umfeld.


Auch die Einkaufsmöglichkeiten hier sind größer, als wir bisher gedacht hatten. Neben dem uns bekannten Supermarkt Meny gibt es einen Fakta-Supermarkt und sogar einen Aldi. Schwer bepackt mit den Schätzen des Aldi machen wir uns zurück an Bord. Jetzt gibt es erst einmal Abendbrot, und dann bereiten wir uns auf den morgigen Tag vor, klaren das Schiff und uns auf. 🤗

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Dienstag, 7. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Heute Morgen strahlt mich ein herrlich blauer Himmel an. Der Wind ist runter auf 23 Knoten (6 Beaufort) und regnen tut es auch nicht. Nach den Kaffeekochen setze ich mich ins Cockpit und beobachtete die Auslauf-Manöver verschiedener Yachten, die trotz des unsicheren Wetters aufbrechen wollen.


Im Westen zieht eine schwarze Wand auf, die sich schnell dem Hafen nähert. Ein leichter Regen setzt ein und der Wind nimmt etwas zu. Einige Yachten kommen, viele gehen.


Nach einer kleinen Mittagsmahlzeit brechen wir zum Landgang auf, wir müssen uns unbedingt mehr bewegen! Hafentage verderben den Charakter (alter Seefahrerspruch).


Wir laufen durch den Hafen und gelangen zu den Eisbrechern ...


... und den an Land stehenden seltsamen "Lustschiffen" (mit Bug- und Heckstrahlruder), die hier kunstvoll an Land aufgestellt wurden.


Danach wenden wir unsere Schritte der Wallanlage von Hals zu, die auch ein kleines Museum enthält. Diese Festung oder Schanze, Hals Skanse, wurde nach königlichem Befehl im Jahre 1653-1654 erbaut und ist seitdem ein Schauplatz für etliche Schlachten, Gefechte und Kriege gewesen.


Die Schanze wurde als Militäranlage erst 1848 stillgelegt und wurde danach für verschiedene Zwecke genutzt.


Auf der Nordseite der wohlbewahrten Wallanlage liegt die Pulverkammer und in der Rüstkammer von 1812 liegt das Hals Museum.


Im Museum ist auch eine interessante Ausstellung über das karge Leben der Fischer von Hals zu bestaunen. Nach soviel Bildung sind wir dann zum Abendbrot für eine Pizza in das uns von gestern bekannte Restaurant eingekehrt. Zurück an Bord haben wir uns körperlich erfrischt und sehen nun einem ruhigen Tagesabschluss entgegen. Morgen planen wir, weiter zu segeln. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

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Montag, 6. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Der heutige Tag fängt so an, wie der gestrige aufgehört hat: Sturm und Regen, für heute vorhergesagt sind 10 Windstärken, das kann ja heiter werden. Da hilft es nur, sich gemütlich einzurichten, ein gutes Frühstück und ein gutes Buch zu haben und sich die Laune nicht verderben lassen. Das üben wir jetzt. Und es gelingt uns ganz gut. Eine traurige Angelegenheit ist dann das Formulieren und Entwerfen einer Todesanzeige für unseren Freund Klausi. Es gelingt ganz gut, wie wir finden, und wir beauftragen gleich eine Veröffentlichung in unserer Heimatzeitung, den Kieler Nachrichten.

Wir leben immer noch wie die Bären im Winterschlaf unter Deck in unserem Salon und Lesen und nehmen eine kleine Mittagsmahlzeit zu uns.


Schlagseite im Hafen nur durch den Druck aufs Rigg. Der Wind bläst nämlich weiter mit 40 Knoten, ab und an gesellt sich etwas Regen hinzu. Unsere Bord-Meteorologin Tina beobachtet akribisch das Wettergeschehen. Sie prophezeit für Mittwoch eine Möglichkeit, aus Hals abzureisen. Nun machen wir einen Landgang. Zunächst geht es in den Segel-Klamotten-Laden, wo mir Tina ein paar neue Bordschuhe schenkt. Danach ist der Supermarkt "Meny" dran, wo wir noch ein wenig unsere Vorräte aufstocken. Inzwischen hat der Wind den Himmel teilweise freigeblasen, so dass jetzt wenigstens die Sonne scheint.


Jetzt geht es zum Italiener, wo wir unter freiem Himmel, aber glasscheibenumrahmt, ein leckeres Gericht genießen.


Zurück an Bord beschäftigen wir uns mit unseren Kommunikationsmedien. Der Wind hat leider immer noch nicht nachgelassen, er brettert weiter mit 35 bis 41 Knoten (Windstärke 9 Beaufort) durch den Hafen.

...
Das ist unsere momentane Situation, links die dänische App "Sejlsikkert", rechts "Windy".

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Sonntag, 5. Juli 2020
Hafentag Hals = 0,0 sm * Gesamt = 372,8 sm
Heute morgen pfeift der Wind wieder durchs Rigg und es regnet dazu kräftig. Der Wind bläst genau in die Hafeneinfahrt, kommt also genau aus Süd, so dass es ziemlich schaukelt. Im Hafen ist schon viel Betrieb, weil einige Yachten, die außen an der Kaimauer lagern sich nun in den Hafen verholen mussten.


Hier an Bord werden wir langsam lebendig und bereiten uns ein schönes Frühstück unter Deck mit gemütlicher Zusatzwärme. Die Schiffe im Hafen tanzen, sieht aus wie Tango 🤪


Der Wind nimmt langsam zu, jetzt 7 bis 8 Beaufort, aber er hat seine Richtung von Süd auf Südwest geändert, so dass es weniger schaukelt und die Wellen weniger gegen unser Heck schlagen.


Trotz dieser extremen Wetterbedingungen laufen immer noch einige Yachten von See kommend in den Hafen ein. Schwierige Anlegemanöver, aber interessantes Hafenkino.


Wir können leider nicht helfend eingreifen, da wir zu weit weg liegen. In einer Regenpause machen wir einen kleinen Landspaziergang, gehen zum Hafenmeister-Automaten, bezahlen und beobachten interessiert das Anlegemanöver eines großen Fischkutters.


Der Wind nimmt weiterhin zu und ich bringe eine zusätzliche Achterleine sowie eine weitere Vorleine aus.


Eigentlich wollten wir an Land essen gehen, der Wind ist aber inzwischen so stark (9 Beaufort), dass wir aus Sorge um das Schiff lieber an Bord bleiben und notfalls sofort reagieren können.


Zum Abend scheint mal wieder die Sonne.

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